955 Schlacht auf dem Lechfeld
Informationsgebäude und Geschichtspfad der historisch bedeutsamen Begegnung
Im Jahr 955 war Augsburg Schauplatz einer Schlacht auf dem Lechfeld, die europäische Geschichte schrieb. Was vor über 1000 Jahren geschah, hat Auswirkungen auf die Geschichte bis heute. Durch den Sieg König Ottos I. wurden die jahrzehntelangen Raubzüge der einfallenden Ungarn gestoppt.
Leistungen
Marketing, Corporate Identity, Illustrationen, Infografiken, Logo-Design, Markenstrategie, Branding, Grafikdesign, Beschilderung, Ausstellungsgestaltung, Museumsdesign, Leitsysteme, Festinstallation, Filmproduktion, Animationen, App-Entwicklung, Webdesign, Broschüre


Das Informationsgebäude in Königsbrunn dient als Startpunkt eines in den kommenden Jahren entstehenden Geschichtspfades. Mittels Dioramen werden hier Szenen der kriegerischen Auseinandersetzung gezeigt und im historischen wie auch gegenwärtigen Kontext präsentiert.

LIQUID entwickelte das gesamte Corporate Design des Hauses, der Ausstellung und des Geschichtspfades. So werden in Königsbrunn die von Martin Sauter aufwendig erstellten Dioramen mit fast 13.000 Figuren durch eine ausdrucksstarke Gesamtpräsentation in Szene gesetzt.


Tragendes Gestaltungselement dabei sind sich kreuzende Bänder, die symbolisch sowohl für die Konfrontation 955 als auch für die friedlichen Begegnungen bis in die Gegenwart stehen. Mit dem Signalgrün wurde dazu eine Farbe der Hoffnung gewählt.


Im ganzen Haus funktionieren die Bänder gleichermaßen auch als Leitsystem. Bereits am Eingang des Gebäudes wird der Besucher, ausgehend vom Logo, zur Ausstellung im Untergeschoss geführt.
Ein hinterleuchteter Zeitstrahl, der im Jahr 955 beginnt, zeigt die Entwicklung der deutsch-ungarischen Beziehungen auf.

Neben der multimedialen Dauerausstellung im »955 Informationspavillon Königsbrunn« können die Besucherinnen und Besucher die Orte der Schlacht auf dem Lechfeld direkt erkunden. Der Geschichtspfad zur Schlacht bietet die Möglichkeit, an verschiedenen Standorten in die Welt von damals einzutauchen, zu erfahren wie die Krieger ausgerüstet waren, wo sich die Heere begegneten und wie sich das alltägliche Leben der Menschen wohl gestaltet haben mag.


Dazu gibt es vor Ort Informationen auf Displays, man kann sich mit Hilfe eines Begleitheftes auf ein Geocaching-Abenteuer machen oder die eigens dafür entwickelte App nutzen. Das transmediale Storytelling gelingt durch die zahlreichen QR-Codes an den Geschichtsstationen. Diese verknüpfen die reale Welt mit den digitalen Möglichkeiten und bieten eine faszinierende Mischung aus Wissensvermittlung und spielerischem Entdecken.




Da auch Quedlinburg und Magdeburg Teil des digitalen Geschichtspfades sind, wird die überregionale Bedeutung erfahrbar. Für die Bildsprache wurde die Geschichte mit Reenactment-Gruppen nachgestellt und illustrativ überarbeitet. Die Website bietet vielfältige Informationen. Als traditionelle Medien fungieren Flyer und Plakate.



Das Projektteam
Das Informationsgebäude und der Geschichtspfad sind – wie alle Projekte in der Agentur LIQUID – ein Projekt, das unter Beteiligung vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstanden ist. Federführend in der Kreation und Projektumsetzung war Nikola Schlichtherle in Zusammenarbeit mit Ilja Sallacz, unterstützt von Leo Bergmann für die Realisierung der Multimedia-Aufgaben.

